Sätze wie Gitterstäbe

Manche Sätze sind wie Gitterstäbe! „Bis 30 sollte klar sein, was du mit deinem Leben willst!“, „Ein eigenes Haus ist das Ziel!“, „Niemals Schwäche zeigen!“ Sätze, die uns das eigene Denken oder die eigene Entwicklung vergittern. Sie sind besonders fest verankert, wenn sie uns in der Kinder- und Jugendzeit immer wieder um die Ohren gehauen wurden oder über Jahre langsam ins Unterbewußtsein eingesickert sind. Meist sind solche Sätze mit Menschen verbunden, die uns wichtig waren oder auch vor denen wir eher Angst hatten. Welche Feile kann ich mir ins Denken und Handeln schmuggeln, um sie anzusägen und zu entfernen? Sich bewußt werden, welche Sätze das im eigene Leben sind – da setzt die Feile an! Warum glaube ich unbewußt immer noch diesem Satz? Fühle ich mich den Menschen verpflichtet, die mir beigebracht haben? Da könnten schon die ersten Späne fallen. Wenn ein Gittergedanke auftaucht ist es eine ständige Übung sie innerlich immer wieder zurückzuweisen: Stop! Das stimmt nicht mehr für mich! Das sich immer und immer wieder zu sagen, wird den Gedanken eines Tages absägen!

Dr. Ludwig Möller

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